Die Dorn-Therapie (anfangs Dorn-Methode genannt) geht auf die alte Volksheilkunde des „Knocheneinrenkens“ zurück. Dieter Dorn, der Namensgeber der Dorn-Therapie, entwickelte diese Heilmethode zu einer eigenen erfolgreichen Methode weiter.
Dieter Dorn betreibt im Allgäu ein Sägewerk und eine kleine Landwirtschaft. 1973 erlitt er bei der Waldarbeit einen Hexenschuss. Unter starken Schmerzen leidend und nicht mehr zur Arbeit fähig erinnerte er sich an einen alten Bauer und Heiler aus dem Nachbardorf, einen „Knocheneinrenker“. So kam Dieter Dorn zum ersten Mal mit einer ungewöhnlichen Heilmethode in Kontakt. Er musste sich an einen Tisch stellen und mit dem Bein schlenkern, während der Alte hier und da an der Wirbelsäule drückte. Bald ließ der Schmerz nach und am nächsten morgen konnte Dieter Dorn wieder arbeiten.
Seine Neugier war geweckt. Er fragte den alten Mann, wo er das Knocheneinrichten lernen könnte. Die Antwort des Alten war ebenso knapp wie klar: „Du brauchst es nicht zu lernen, du kannst es schon.“ Er hatte gemerkt, dass in Dieter Dorn eine Begabung zum Heilen lag und forderte ihn auf, sie zu nutzen.
Wenig später erkrankte der alte Heiler und starb. So musste Dieter Dorn die Heilmethode selbst erarbeiten und weiterentwickeln.
Nach ersten Erfolgen bei seiner Frau und anderen Menschen aus seinem persönlichen Umfeld baute Dieter Dorn die Dorn-Methode aus. Mit Unterstützung eines befreundeten Facharztes erarbeitete er sich ein umfangreiches medizinisches Wissen. Dorn lernte alles über die Wirbelsäule, über Knochen und Gelenke, Muskeln, Sehnen und Nerven. Er erkannte die anatomischen Zusammenhänge und verstand, weshalb seine Heilmethode auch bei Beschwerden wirkte, die nicht unmittelbar mit der Wirbelsäule zu tun hatten: auch Gelenksbeschwerden, Schwindel, Kreislaufprobleme und viele andere Krankheiten sprachen darauf an.
Mittlerweile ist die Dorn-Methode rund 25 Jahre alt. Viele tausend Menschen ließen sich erfolgreich danach behandeln. Dieter Dorn bildet Therapeuten aus, die ihr Wissen an andere weitergeben. Er hält Seminare und Fortbildungen und nimmt am alle zwei Jahre stattfindenden Dorn-Wirbelsäulen-Kongress teil.
Mittlerweile sind im Foitzick-Verlag mehrere medizinische Fachbücher zur Dorn-Therapie erschienen. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Dorn-Therapie zu einem anerkannten und bewährten alternativmedizinischem Heilverfahren – und ein Ende dieses Erfolgs ist nicht abzusehen.
Die Erklärungsmodelle und die laienverständliche Sprache der Dorn-Therapie wird von Schulmedizinern gelegentlich kritisiert – aber auch sie müssen zugeben, dass die Dorn-Therapie wirkt. Entsprechend setzen heute auch immer mehr naturheilkundlich orientierte Ärzte und Physiotherapeuten (Krankengymnasten) die Dorn-Therapie ein.
Nach wie vor ist die Dorn-Therapie zuallererst eine Volksmedizin. Auch Laien können die Grundbegriffe rasch erlernen und anwenden. Voraussetzungen hierfür sind eine entsprechende Begabung, sensible Hände, offene Sinne und vor allem ein glücklicher Daumen.