Indikationen für die Dorn-Therapie

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Geschrieben von: Administrator
Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 11:16 Uhr

Die Dorn-Therapie (Dorn-Methode) hat sich vor allem bei reversiblen, d.h. umkehrbaren, Funktionsstörungen und Blockaden des Rückens und der Gelenke bewährt. Insbesondere Rückenschmerzen sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke sind häufige Indikationen für eine Dorn-Behandlung. Die Behandlung nach Dorn eignet sich darüber hinaus für alle Erkrankungen, die direkt oder indirekt mit der Wirbelsäule zusammenhängen. Als sehr sanfte Methode ist die Dorn-Therapie prinzipiell für alle Menschen geeignet, sofern nicht bestimmte Ausschlusskriterien (Kontraindikationen)vorliegen.

Vorbeugung

Auch beschwerdefreie Menschen können von einer gelegentlichen Dorn-Behandlung (z.B. ein- oder zweimal im Jahr) profitieren: Denn durch eine vorbeugende Untersuchung lassen sich Fehlstellungen früh erkennen und die rechtzeitige Korrektur hilft, spätere Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen vermeiden.
Der Therapeut kann dem Patienten Übungen zeigen, die er später selbst zur Vorbeugung zuhause durchführen kann.

Orthopädische Beschwerden

Position der Knochen

Im Idealfall steht jeder Wirbelkörper der Wirbelsäule exakt auf dem vorherigen und die Dornfortsätze liegen in einer Reihe übereinander. Oft weicht der tatsächliche anatomische Aufbau jedoch von diesem Idealbild ab. Rücken- und Gelenkprobleme sind meist mit einer Verschiebung der zugehörigen Gelenke und Wirbel aus der Ideallage verbunden. Die Wirbel können sich z.B. verdrehen, aus der Reihe herausrutschen oder sich seitlich verschieben. Zunächst versucht der Körper durch unbewusste Bewegungen die Ordnung wiederherzustellen – manchmal gelingt es ihm sogar, doch oft braucht er dabei Hilfe.

Subluxierte Gelenke

Durch Überanstrengung oder eine länger andauernde Fehlstellung können Gelenke aus der idealen Lage herausrutschen. Die überdehnten Bänder können das Gelenk nicht mehr stabilisieren, es subluxiert (d.h. der Gelenkkopf rutscht teilweise aus der Gelenkpfanne heraus). Eine Subluxation des Hüftgelenks z.B. kann ein Bein um einige Zentimeter verlängern.

Beinlängendifferenz und Beckenschiefstand

Unterschiedliche Beinlängen haben fast immer einen Schiefstand des Beckens zur Folge, da das längere Bein auf seiner Seite das Becken hochdrückt. Ein solches schiefes Becken verschiebt über kurz oder lang auch die Wirbelsäule.

Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden aller Art

Die Dorn-Therapie ist bei nahezu allen funktionellen Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparates einsetzbar und bringt oft eine Linderung der Symptome, wenn nicht gar die Heilung. Sie ist angezeigt bei chronischen und akuten Schmerzen sowie bei großflächigen Veränderungen wie einer Skoliose oder einem Rundrücken.

Organische und psychische/seelische Beschwerden

Fehlstellungen der Wirbel können an anderen Stellen des Körpers Beschwerden hervorrufen, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Denn die Wirbelsäule steht in direkter Verbindung mit den Organen und der Psyche, z.B. über die Spinalnerven. Die Spinalnerven zweigen vom Rückenmark ab und versorgen die inneren Organe, sie verlassen den Rückenmarkskanal durch die Zwischenwirbellöcher.

Es ist z.B. bekannt, dass Probleme in Händen, Armen und Schultern häufig durch Verschiebungen der unteren Halswirbel bzw. des ersten Brustwirbels (C5 bis Th1) verursacht werden. Probleme in den Füßen oder Beinen stehen wiederum häufig mit Verschiebungen der Lendenwirbel L4 und L5 oder des Kreuzbeins in Verbindung.

Oft liegt die Ursache für Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und der Gelenke auch tiefer, nämlich in der Lebenssituation des Patienten, seiner Einstellung zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen. Sensible Menschen reagieren häufig stärker als pragmatisch veranlagte. Die Betroffenen machen dann im wahrsten Sinne des Wortes „den Rücken krumm“.

Störungen im Bereich der Meridiane

Zwischen der traditionellen chinesischen Medizin und der Dorn-Therapie gibt es zahlreiche Überschneidungen und Wechselwirkungen. So lassen sich Fernwirkungen der Dorn-Methode oft über die Meridiane erklären oder umgekehrt Störungen im Bereich der Meridiane über die Wirbel beseitigen. Eine Kombination beider Therapieverfahren eröffnet somit neue Heilungschancen.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 15:35 Uhr )